Die vergangenen Monaten waren für uns alle ungewohnt. Der Lockdown hat in unser Leben eingegriffen und Alltägliches verändert: Wie wir kommunizieren, arbeiten, studieren – sogar wie wir denken und fühlen.

Studierende und Schüler*innen durften sich vom einen auf den anderen Tag nicht mehr in ihren Lerngemeinschaften treffen. Die einst überfüllten Lernräume wurden leer, die Studien-Metropolen wandelten sich zu Geisterstädten. Eines haben und hatten wir alle gemeinsam: Es traf uns alle.

Vor allem für diejenige, die sich nicht gewohnt waren, von zu Hause aus zu lernen, konnte diese Zeit anspruchsvoll sein. Gerne zeigen wir euch unsere Tipps, wie das Lernen zu Hause zum Kinderspiel werden kann –  für jetzt und zukünftig.

1. Plane fixe Zeiten

Wir können uns alle einig werden, dass eine Veränderung die markanteste von allen war: Die Schule oder das Studium nach Hause zu verschieben. Durch den Lockdown haben wir unsere „natürliche“ Lernumgebung verloren und waren gezwungen, in unserem komfortablen Zuhause zu lernen. Plötzlich wurden das Nutella-Brot und das Pijama zum Bestandteil der Unterrichtszeit.

Wirklich wichtig bei dieser Situation ist es, nicht aus dem Rhythmus zu fallen und die Unterrichtsstunden beizubehalten. Klar, wenn man keine Lust hat um 8 Uhr morgens dem Dozierenden zuzuhören, ergaben sich daraus Möglichkeiten, die Lektionen später nachzuholen. Trotzdem solltest Du Dir einen festen Zeitplan setzen, wann Du Dich ganz und gar Deinen schulischen Verpflichtungen widmest. Dabei liegt es an Dir, ob Du jetzt eher vormittags oder abends aufnahmefähiger und effizienter bist.

Mein Beispiel:
Während der Corona-Krise bin ich, trotz der Verlockung des Ausschlafen, zwischen 7:00-7:30 Uhr aufgestanden und habe zuerst gemütlich meinen Kaffee getrunken. Den morgenlichen Stress konnte ich ohne das Pendeln umgehen und dafür gelassen und mit mehr Energie an die schulischen Arbeiten gehen. Dabei habe ich mir bis 11:30 Uhr und auch nach dem Mittagessen Zeit für all meine Pendenzen genommen und mich nur auf das konzentriert. Die Belohnung: der spätere Nachmittag und der Abend wurden genossen!

2. Schaffe Ordnung

Bei diesem Thema fällt es eher auf den Charakter des Einzelnen zurück, doch Studien zufolge können wir schulischen Stoff besser aufnehmen, wenn unsere Umgebung aufgeräumt ist. Ein aufgeräumtes Zimmer wirkt sich beruhigend und «gereinigt» auf unseren Seelenzustand sowie das Gehirn aus – und unser Gehirn ist beim Lernen wirklich nötig.

Es spielt keine Rolle, ob Du jetzt in Deinem Zimmer oder in der Küche lernst. Versuche nur das Essenzielle um dich herum zu haben. Dazu gehören Deine Schulsachen (Laptop, Schreibmaterial) sowie auch eine grosse Flasche Wasser. Lege deinen Fokus auf die Dinge, die erledigt werden müssen. Dein Smartphone wird es auch einige Stunden ohne Dich aushalten😊

3. Triff dich virtuell

Das Jahr 2020 lässt uns allen keine positiven Gefühle aufkommen. Nichtsdestotrotz sind wir in unserem Zeitalter, was Digitales angeht, auf dem höchsten technologischen Stand wie noch nie zuvor. Genau jetzt solltest Du diese Vorteile auch nutzen.

Plane mit Deinen Mitschüler*Innen ein virtuelles Treffen, wo ihr euch über den schulischen Stoff austauschen sowie Probleme besprechen könnt. Dafür eignen sich Applikationen wie MS Teams, Zoom, Skype oder auch eine WhatsApp-Gruppe. Da ihr alle im gleichen Boot sitzt, könnt ihr euch gegenseitig motivieren und pushen – gemeinsam Lernen und Abfragen wirkt sich auch positiv auf die Lerneffizienz aus! Einigt euch auf einen fixen, oder mehrere Tage pro Woche. So bleibt euch auch das Gefühl der sozialen Interaktion bestehen.

Mein Tipp:
Meine Mitschülerinnen und ich haben uns 2-3 Mal pro Woche fixe Termine eingetragen, wo wir unsere Projekte sowie schulische Anliegen besprochen haben. Anschliessend haben wir einfach noch gequatscht und uns ausgetauscht – so konnten wir herunterfahren und die Schule beiseite legen.

4. Bewege Dich - und nimm Dir Deine Zeit

Eigentlich wissen wir es alle: frische Luft und genügend Wasser hält unser Gehirn auf Hochtouren. Trotzdem verleitet uns das Zuhause sitzen dazu, ein Couch-Potato zu werden. Auch hier gilt: Setze Dir Deine Pausen.

Unser Gehirn kann sich zwischen 30 und 90 Minuten konzentrieren, bis die Energie anfängt abzuschwächen. Plane Dir somit nach jeder Lernsession ca. 15-20 Minuten für Bewegung ein. Dabei hast Du für die sportlichen Aktivitäten ein Meer aus Möglichkeiten.

Bei gutem Wetter:
Zieh Deine bequemsten Schuhe an und laufe eine Runde um dein Wohngebiet. Höre dabei Deine Lieblingsmusik und senke Deinen Blick nicht zu oft auf Dein Smartphone – geniesse die Natur und die frische Luft!

Bei schlechtem Wetter:
Öffne die Fenster und lass frische Luft in das Zimmer kommen. Währenddessen kannst Du einige Bewegungsübungen machen. Youtube bietet Dir dabei eine unzählige Menge von Workout-Videos.

5. Und das Wichtigste: Take it easy!

Dieser Tipp ist und bleibt mein Favorit – weshalb ich ihn auch immer meinen Freunden ans Herz lege: Take it easy!

Wir sind alle keine Maschinen und brauchen unsere Auszeiten. Mit zu vielem Druck und Stress kann es schwer werden, gute Leistungen zu erbringen. Wie im vorherigen Abschnitt erklärt, benötigt unser Gehirn laut Studien bereits nach 60-90 Minuten einige Ruhezeiten. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Batterien wieder aufladen. Das gilt auch für die Stunden, bei denen Du nichts für die Schule machst. Schaue Dir deine Lieblingsserie an, koche etwas – mach das, was Dir gut tut!

So lange Du Dir noch Zeit für Dich nehmen kannst, wirst Du auch schulisch bessere Ergebnisse erzielen. Vergiss nicht, dass es kein Weltuntergang sein wird, wenn mal etwas nicht so klappt, wie es sollte. 😊